Fahren bei Nässe: 6 wichtige Tipps für mehr Sicherheit

Forschung

Während das Winterwetter viele dazu veranlasst, sich auf das Fahren bei Schnee und Schneematsch vorzubereiten (und eine solche Vorbereitung ist wichtig), zeigt eine staatliche Analyse der witterungsbedingten Unfälle und Verletzungen, dass der höchste Prozentsatz an Unfällen und Verletzungen auf nassen Straßen – und nicht auf verschneiten oder vereisten Straßen – zu verzeichnen ist.

Betrachtet man das Gesamtbild, ergeben die Daten der Regierung durchaus Sinn. Nur in bestimmten Teilen des Landes wird überhaupt auf Schnee gefahren, und selbst dort schneit es im Winter nicht jeden Tag. Auf der anderen Seite fährt ein Großteil des Landes zumindest gelegentlich im Laufe des Jahres bei Regen, was zu einer höheren Unfallwahrscheinlichkeit führt.

Fahren bei Nässe: Was die Daten sagen

Die oben erwähnte Regierungsanalyse wurde über einen Zeitraum von zehn Jahren durchgeführt. Sie basiert auf Daten der Federal Highway Administration, die zeigen, dass mehr als 20 Prozent der Verkehrsunfälle zwischen 2007 und 2016 wetterbedingt waren (1,2 Millionen). Die überwiegende Mehrheit dieser Unfälle ereignete sich dem Bericht zufolge auf nasser Fahrbahn und bei Regen: 70 Prozent auf nasser Fahrbahn und 46 Prozent bei Regen.

Die Daten der Regierung legen nahe, dass wir beim Fahren auf nassen Straßen aufmerksamer sein sollten. Im Folgenden finden Sie nützliche Tipps, wie Sie besser vorbereitet sein können.

Vorsichtsmaßnahmen für den Hausgebrauch

Hier sind einige einfache Dinge, die Sie zu Hause tun können, um Ihre Sicherheit zu erhöhen.

Nr. 1: Scheibenwischer und Scheinwerfer kontrollieren

Vergewissern Sie sich, dass Ihre Scheibenwischer und Scheinwerfer einwandfrei funktionieren, und tauschen Sie sie gegebenenfalls aus. Wenn Ihre Scheibenwischer den Niederschlag nicht effektiv entfernen oder Ihre Scheinwerfer die Straße nicht richtig ausleuchten, kann dies das Unfallrisiko erhöhen. Bei Geländewagen sollten auch die Heckwischer überprüft werden.

Nr. 2: Nachfüllen der Waschflüssigkeit

Auf nassem Asphalt, auch wenn es nicht regnet, werfen vorausfahrende Autos den ganzen Schmutz auf Ihre Windschutzscheibe. Neue Scheibenwischer helfen, aber vergessen Sie nicht, die Scheibenwaschflüssigkeit nachzufüllen.

Nr. 3: Prüfen Sie die Profiltiefe Ihrer Reifen

Die Reifen sind der einzige Kontakt zwischen Ihrem Fahrzeug und der Straße. Wenn sie nicht in gutem Zustand sind, steigt die Gefahr von Aquaplaning. Untersuchungen des amerikanischen Automobilclubs AAA haben vor einigen Jahren ergeben, dass sich der Bremsweg selbst bei relativ abgenutzten Reifen bei Autobahngeschwindigkeit und auf nasser Fahrbahn um fast 90 Fuß verlängern kann, was in etwa der Länge eines durchschnittlichen 18-Rad-Fahrzeugs entspricht.

Um die Profiltiefe Ihrer Reifen zu Hause zu überprüfen, machen Sie den „Penny-Test“. Nehmen Sie einen Penny, drehen Sie ihn um und legen Sie ihn so in die Lauffläche Ihres Reifens, dass der Lincoln-Kopf nach oben zeigt. Wenn Sie den Kopf des Pennies noch sehen können, ist es Zeit für neue Reifen.

Wenn Sie die Spitze des Lincoln-Kopfes sehen können, sind Ihre Reifen zwischen 3/32 und 2/23 und müssen ersetzt werden. Denken Sie daran, dass der Reifentyp, den Sie kaufen, genauso wichtig ist wie die Reifenmarke, die Sie kaufen.

Fahren auf nasser Fahrbahn: Tipps und Ratschläge

Wenn es sich vermeiden lässt, sollten Sie Fahrten bei schlechtem Wetter vermeiden. Da dies aber nicht immer möglich ist, hier drei Tipps für nasse Fahrbahnen

Nr. 1: Geschwindigkeit reduzieren

Das US-Verkehrsministerium empfiehlt, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf nasser Fahrbahn um ein Drittel zu reduzieren, da der Bremsweg weniger vorhersehbar ist als auf trockener Fahrbahn. Eine der Hauptursachen für Aquaplaning ist die Geschwindigkeit. Je langsamer Sie also auf nasser Fahrbahn fahren, desto besser.

Nr. 2: Starkes Bremsen vermeiden

Nehmen Sie beim Fahren auf nasser Fahrbahn den Fuß vom Gaspedal, damit Ihr Fahrzeug auf natürliche Weise bremsen kann. Da moderne Fahrzeuge mit Antiblockiersystemen (ABS) ausgestattet sind, müssen Sie bei einer plötzlichen Bremsung nicht mehr das Bremspedal „durchtreten“. Mit ABS treten Sie das Bremspedal einfach ganz durch und lassen das Fahrzeug die Arbeit machen. Sie werden ein Vibrieren hören und spüren, aber das ist normal.

Nr. 3: Genügend Raum lassen

Das ABS Ihres Fahrzeugs verhindert das „Blockieren“ der Räder und hilft Ihnen, die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten. Denken Sie daran, dass das ABS Ihren Bremsweg verkürzen kann, aber nicht muss. Umso wichtiger ist es, die Profiltiefe Ihrer Reifen zu überprüfen. Achten Sie auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen, damit Sie bei einem plötzlichen Bremsmanöver genügend Zeit zum Reagieren haben.

Fahren bei Nässe: Schlussfolgerungen

Die Aufmerksamkeit, die wir dem Schnee widmen, mag gerechtfertigt sein, aber die gleiche Aufmerksamkeit sollten wir dem Fahren bei Nässe widmen. Häufiger als wir denken, sind wir mit nasser Fahrbahn konfrontiert, und wie die Statistiken zeigen, sind sie oft gefährlich. Befolgen Sie die oben genannten Tipps, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten.